Bei der Vermarktung von DSL-Verträgen setzen die Anbieter schon seit Längerem auf die Kombination von mobilem Internet und normalem DSL. So werden immer häufiger zusätzlich zur normalen Hardware UMTS-Sticks und SIM-Karten angeboten, die das Internet trotz normalen DSL-Vertrages begrenzt auch mobil nutzbar machen.

Bei Vodafone nannte sich diese Art von Kombivertrag Surf-Sofort-Paket und konnte als eigenständiger Tarif für Internet und Telefonie gewählt werden. Nun hat sich der Anbieter entschlossen, mobiles Internet als Zusatzoption für normale DSL-Verträge anzubieten.

Surf-Sofort als kostenloses Extra

Entscheidet sich der Kunde dieser Tage für einen DSL-Anschluss von Vodafone, kann er sich über eine neue Option im Vertrag freuen. Wer es wünscht, bekommt zusätzlich zur üblichen Hardware eine SIM-Karte und einen UMTS-Stick. Die Karte kann sowohl im Stick als auch mit dem WLAN-Router „Easybox“ verwendet werden. Vodafone-Kunden sollen ihren Internetanschluss so von der ersten Minute an nutzen können und nicht mehr auf die DSL-Freischaltung warten müssen. In dieser Übergangszeit sind dann Verbindungsgeschwindigkeiten bis 7,2 MBit/s (HSDPA) möglich. Wird die SIM-Karte im Router eingesetzt, können zudem auch Telefonate geführt werden.

Neu ist dieses Angebot an sich nicht, allerdings konnte es bisher nur als eigenständiger Tarif gebucht werden. Jetzt steht die Surf-Sofort-Option allen DSL-Kunden kostenlos zur Verfügung und wird nicht mehr separat vermarktet. Einzige Ausnahme ist das Surf-Sofort-Paket UMTS, das bei Telefonie und Internet ausschließlich auf das Mobilfunknetz setzt.

Eingeschränkte Mobilität

Obwohl zum Lieferumfang der neuen DSL-Pakete auf Wunsch auch ein Surfstick gehört, werden Kunden enttäuscht sein, die sich davon uneingeschränktes mobiles Internet erhoffen. Während man im Zuhause-Bereich kostenlos im Netz unterwegs ist, fällt die Nutzung unterwegs vergleichsweise teuer aus. Pro versurfter Minute berechnet Vodafone dem Kunden neun Cent. Für mobile Vielsurfer werden deshalb optional UMTS-Flatrates angeboten.

Für die günstige Variante mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 3,6 MBit/s müssen 14,99 Euro bezahlt werden, die teurere 7,2 MBit-Variante ist für 24,99 Euro zu haben. Bei beiden Flats muss allerdings eine Geschwindigkeitsdrosselung ab 1 GB beziehungsweise 5 GB verbrauchtem Volumen hingenommen werden.

Autor: Bernd Weinhold
Kategorieen: DSL-News

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