Für die Bundesnetzagentur ist die Breitbandoffensive ein voller Erfolg. Wie die Behörde mitteilte, haben die Netzbetreiber bereits in zwei Bundesländern die vertraglichen Vorgaben zur Beseitigung der weißen Flecken erfüllt. Das bedeutet zwar noch nicht, dass eine hundertprozentige Abdeckung mit Breitbandinternet gegeben ist, gibt der Telekom, Vodafone und o2 aber die Möglichkeit, frei über die 2010 ersteigerten Frequenzen aus der Digitalen Dividende verfügen können.

Schnelles Internet flächendeckend verfügbar

Die am LTE-Ausbau am stärksten beteiligten Netzbetreiber Vodafone, o2 und die Telekom haben die erste Etappe erfolgreich gemeistert. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, ist in Nordrhein-Westfalen und im Saarland seit Kurzem flächendeckend schnelles Internet verfügbar. Die Netzbetreiber haben damit ihre Versorgungspflicht erfüllt und können den weiteren Ausbau in diesen Bundesländern ab sofort nach den eigenen Vorstellungen gestalten.

Bisher war das aufgrund von Vertragsverpflichtungen nicht möglich gewesen. Als die Bundesregierung im letzten Jahr die nach der Abschaltung des terrestrischen Fernsehens frei gewordenen Frequenzen versteigerte, verband man dies mit der Vorgabe, den Ausbau des Funkinternets zuerst in bisher unterversorgten Regionen voranzutreiben. Nachdem sie den Zuschlag erhalten hatten, konnten Vodafone, die Telekom und Telefonica Germany (o2) deshalb nicht frei über den zugekauften Frequenzbereich verfügen.

Bundesnetzagentur zeigt sich zufrieden

Stattdessen legte die Bundesnetzagentur die Prioritäten für den Ausbau fest. Im Ausbauplan ist vorgesehen, dass zuerst alle Städte und Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern mit mobilem Breitbandinternet versorgt werden müssen. Ob dabei LTE oder der UMTS-Datenturbo HSPA zum Einsatz kommt, bleibt den Netzbetreibern überlassen. Erst wenn eine neunzigprozentige Abdeckung gewährleistet ist, darf der Anschluss größerer Städte beginnen. Einzige Ausnahme: Wenn für den LTE-Ausbau nicht die Frequenzen aus der Digitalen Dividende verwendet werden, bleibt den Mobilfunkunternehmen freie Hand.

Obwohl durch die 90-Prozent-Regelung keine vollständige Abdeckung gewährleistet wird, zeigt man sich bei der Bundesnetzagentur erfreut über den zügigen Ausbau. Wie Agentur-Chef Matthias Kurt mitteilte, erwarte man außerdem, dass die Frequenzen auch nach der Freigabe effizient genutzt und der Ausbau weiter vorangetrieben werde.

Autor: Harald Stoll
Bildquelle: ltemobile.de
Kategorieen: LTE

Eine Antwort bis jetzt.

  1. […] werden zunehmend zum wichtigen Wirtschaftsfaktor. Dass diese Einsicht nicht nur bei der Bundesregierung angelangt ist, wie der von der Bundesnetzagentur forcierte LTE-Ausbau belegt, zeigt nun auch ein […]

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