BASE (E-Plus) hat bei seiner LTE-Strategie einen etwas anderen Weg eingeschlagen als seine Mitbewerber auf dem Mobilfunkmarkt der neuen Generation. Bei der Versteigerung der LTE-Frequenzen im 800 MHz-Bereich im Jahr 2010 war BASE als einziges der großen Mobilfunkunternehmen leer ausgegangen und hatte sich „lediglich“ einige der ebenfalls LTE-fähigen 2,6 GHz-Frequenzen gesichert. Brancheninsider vermuteten zunächst, dass BASE sich entweder aus der LTE-Entwicklung ausklinken oder im Nachhinein LTE-Netzkapazitäten anderer Anbieter nutzen würde – inzwischen ist klar: das Unternehmen arbeitet an einer eigenständigen BASE LTE Verfügbarkeit, allerdings mit einem etwas anderen strategischen Ansatz als die anderen Mobilfunk-Anbieter.

Pilotprojekte für BASE LTE Verfügbarkeit mit TD LTE

Auch BASE hat inzwischen eigene LTE-Pilotprojekte in Mecklenburg-Vorpommern gestartet. Das Unternehmen realisiert dafür zusammen mit den chinesischen Firmen China Mobile und ZTE einen sogenannten LTE-Feldtest, für den ausgewählte Haushalte eine BASE LTE Verfügbarkeit erhalten. Die technischen Grundlagen unterscheiden sich etwas vom Ansatz der übrigen LTE-Anbieter – BASE nutzt für die Tests TD LTE – ein Verfahren, bei dem für Down- und Uplink die gleichen Frequenzbereiche genutzt werden. Eine kommerzielle BASE LTE Verfügbarkeit ist damit nur eine Frage der Zeit.

Strategischer Vorteil für BASE – keine Standort-Limitationen

Dass BASE bei der Versteigerung der 800 MHz-Frequenzen keinen Zuschlag erhalten hat, kann sich als strategischer Vorteil erweisen. Neben den hohen Investitionskosten für den Erwerb der Frequenzen entfallen damit für BASE auch die Vorgaben der Bundesnetzagentur hinsichtlich des LTE-Netzaufbaus in ländlichen Gebieten, also den sogenannten „weißen Flecken“ ohne Internetversorgung über DSL oder Kabel.

BASE-Doppelstrategie – UMTS/HSDPA+ und LTE

Neben LTE setzt BASE aktuell auf den Ausbau seiner UMTS/HDSPA+ Kapazitäten und die Möglichkeiten der schnellen Datenübertragung in diesem Segment. Bereits Ende 2010 wurde bekannt, dass die Bundesnetzagentur den Wunsch von E-Plus/BASE nach Nutzung der bisher nur für die Sprach-Telefonie relevanten Frequenzen um 900 MHz akzeptiert. Die Perspektiven von BASE, nicht nur im LTE-Segment, bleiben damit spannend.

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