Hamburg, Berlin und das Ruhrgebiet sollen nach Vorstellungen des Mobilfunkkonzerns Telefonica bis Ende 2012 über ein Funknetz der vierten Generation mit Breitbandinternet versorgt werden. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus unter Berufung auf ein Gespräch mit René Schuster, dem Chef des deutschen Ablegers Telefonica Germany. Damit steht das Unternehmen nicht allein da. Auch Vodafone plant den LTE-Ausbau in Ballungsgebieten zukünftig stärker forcieren.

Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe geplant

Den Ausbau will sich Telefonica einen dreistelligen Millionenbetrag kosten lassen und setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller für Mobilfunktechnologie Huawei und dem deutsch-finnischen Joint Venture Nokia Siemens Networks, das sich ebenfalls auf die Herstellung von Hard- und Softwarekomponenten für Mobilfunknetze spezialisiert hat. Obwohl der geplante Ausbau in Gebieten vorgesehen ist, die bereits flächendeckend mit Breitbandinternetanschlüssen versorgt werden können, sieht Schuster Bedarf für LTE. Besonders an bestimmte Hotspots werde die Funktechnologie benötigt, erklärte er gegenüber dem Focus.

Bevor diese Pläne aber tatsächlich umgesetzt werden können, müssen noch die sogenannten weißen Flecken auf der Landkarte beseitigt werden. Gemeint sind damit ländliche Gebiete, die bisher nicht für Breitbandanschlüsse erschlossen wurden und deshalb nach Vorgaben der Bundesnetzagentur höchste Priorität genießen. Hier soll der Ausbau noch im Laufe dieses Jahres einen Abschluss finden. Das betrifft allerdings nur die Bundesländer, in denen auch tatsächlich Städte versorgt werden sollen und nicht das gesamte Bundesgebiet. Da der Netzausbau pro Bundesland vereinbart wurde, können die Betreiber mit der LTE-Versorgung von Ballungszentren beginnen, sobald alle unterversorgten ländlichen Regionen im gleichen Bundesland angeschlossen wurden.

Vodafone plant Ausbau in weiteren Ballungszentren

Auch der englische Mobilfunkkonzern Vodafone hat in den letzten Tagen seine Ausbaupläne für die städtischen Gebiete präzisiert. Zuerst sollen Frankfurt, Hamburg, Berlin und München mit LTE versorgt werden. Das dafür nötige Glasfasernetz stellt das britische Unternehmen Eunetworks. Entsprechende Verträge wurden in den letzten Monaten ausgehandelt. Zuvor werden aber stadtweite Netze in Düsseldorf und Krefeld den Betrieb aufnehmen.

Autor: Uwe Maurer
Bildquelle: o2.de
Kategorieen: LTE

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